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Kondition und der Stand der Dinge

Wie ist der aktuelle Zustand meiner Kondition? Wie die Aussichten? Wo muss ich beginnen? Um diese Fragen beantworten zu können, habe ich bereits letztes Jahr einfach einmal ausprobiert, wie weit ich mit dem Fahrrad komme und fuhr etwas im Kreis.

12 Kilometer war die Runde lang, ausschließlich feste Radwege und Straßen, 70 Meter rauf, 70 Meter wieder runter. Also nicht ganz so repräsentativ, sollte ja aber auch nur ein Test sein.

Karte der 12-Kilometer-Testrunde
Alles andere als spannend (Maplibre | © Komoot | Map data © OpenStreetMap-Mitwirkende)

Runde 1

Die Runde beginnt mit 2.500 Metern Anstieg – toll geplant. Aber gut, oben angekommen, geht es nur noch gerade oder abwärts. Nach 37 Minuten komme ich locker-flockig wieder am Start an.

0:37:02

„Am Berg erreicht mein Puls ungeahnte Höhen.“

Runde 2

Ich hab das Gefühl, schneller den Berg hochzukommen. Kann aber auch sein, dass ich mich komplett irre. An einer Ampel wartet ein Gravelbiker, Mitte 50, Wohlstandsbauch im hautengen Renntrikot, dafür die alte Jogginghose in die Socken gestopft. Fesch. Ich lasse ihn trotzdem hinter mir.

0:39:39

Fünf E-Roller warten auf ihren Einsatz
Nehmt mich mit!

Runde 3

So langsam wird’s schmerzhaft am Hintern und ich lenke mich ab, indem ich Dinge zähle:

  • 8 Ampeln
  • 7 Bushaltestellen
  • 3 Bahnübergänge
  • 2 im Gebüsch liegende E-Roller
  • 1 Mutter mit Kinderwagen

Mehr als fünf Sachen gleichzeitig kann ich mir nicht merken …
Am steilsten Bergab-Abschnitt fährt ein E-Biker viel zu schnell an mir vorbei, s.d. ich Angst habe, ob er die Kurve schafft. Für Erste Hilfe hab ich jetzt echt keine Puste, aber er packt es. Gerade noch.

0:42:00

Der Radweg neben einer vielbefahrenen Straße
Immer brav auf dem Radweg

Runde 4

Kurze Keks-Pause, Jacke an und es geht auf die – ich spüre es bereits – letzte Runde. Ich weiß nicht, was mir weh tut, Oberarme oder Oberschenkel. Wenigstens ist mein Hintern inzwischen taub. Am Berg erreicht mein Puls ungeahnte Höhen, selbst gerade Straßenabschnitte sind jetzt anstrengend und sogar der Akku meines Handys macht schlapp.

0:45:18

K.O. und Fazit

48 Kilometer in 2 Stunden, 45 Minuten also und mir tut alles weh 🙂 Nicht so schlimm wie damals nach meinem 1. Marathon, als ich mich Zuhause an den Wänden abstützen musste, aber es reicht. Wahrscheinlich hätte ich auch noch eine fünfte Runde geschafft, aber das wäre echt mühsam geworden.

Die Grund-Fitness muss erstmal erhöht werden, dann hab ich auch wieder mehr Kondition. Längere Bergauffahrten dürften dabei hilfreich sein, außerdem mehr Muckis in den Armen und zum Ausgleich ein stärkerer Rücken. Auf jeden Fall genug zu tun die nächsten Monate und ich werde mich mal durch ein paar Trainingspläne wühlen.

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